Zucker – Wie viel Zucker am Tag ist (noch) gesund?

Zucker ist in unserer modernen Ernährung kaum mehr wegzudenken – Warum jedoch Zucker ein erhebliches Problem für deine Gesundheit darstellt, wie viel Zucker am Tag gesund ist und wie du Zucker durch gesündere Alternativen ersetzen kannst, erfährst du in diesem Beitrag!

Zucker in Schälchen Wie wiel Zucker am Tag ist gesund

Zucker ist heutzutage sprichwörtlich in aller Munde. Während er früher nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten war, findet man heute kaum noch ein Fertigprodukt, dass ohne Zucker auskommt.

Das hat einen guten Grund, denn wir sind darauf programmiert, Süßes in unserer Ernährung den Vorzug zu geben: Wissenschaftler sprechen hier von der so genannten Süßappetenz. Schon Säuglinge lieben die süßliche Muttermilch, die den Kleinen viel Energie gibt. Zuckerreiche Nahrung aus der Natur, wie beispielweise Obst, sind in der Regel gut bekömmlich und geben schnell verfügbare Energie. In der Steinzeit war dies ein großer Überlebensvorteil. Mehr Energie entsprach besseren Möglichkeiten zur Jagd wodurch wiederum eine bessere Ernährung und noch mehr Energie bereit gestellt wurde. Evolutionstechnisch macht es also viel Sinn, dass wir diese Süßappetenz ausgeprägt haben.

Dickes Problem

Die Kehrseite der Medaille ist heute überall zu sehen: Übergewicht bis zur Adipositas (Fettleibigkeit) ist die negative Folge, die die moderne Gesellschaft mehr und mehr belastet. Denn die schnelle und ubiquitäre Verfügbarkeit von energiereichem Essen, kombiniert mit einem bewegungsarmen Lebensstil, führt zu den Gewichtsproblemen der Mehrzahl der Deutschen: Zwei Drittel der Männer (67%) und die Hälfte der Frauen (53%) sind in Deutschland übergewichtig, ein Viertel (23% der Männer und 24% der Frauen) sogar fettleibig. (Robert-Koch-Institut, Stand 2014).

Übergewicht und Fettleibigkeit haben einige negative Konsequenzen, sei es gesundheitlicher, persönlicher, oder psychosozialer Natur. So steht Übergewicht mit folgenden Problemen in Zusammenhang:

  • chronischen Erkrankungen,
  • geminderter Leistungsfähigkeit und
  • Stigmatisierung/ Mobbing.

Genug Probleme, um die Hintergründe vom Übergewicht genauer zu beleuchten.

Unser Zuckerkonsum

Zu den gestiegenen Fallzahlen mit Übergewichtigen beigetragen hat sicherlich auch der über die Jahre gestiegene Konsum von Zucker. 1874 lag der Zuckerkonsum gerade mal bei 6,2 kg pro Person (Quelle). Der Zuckerkonsum ist anfangs des 20. Jahrhunderts dann durch die größere Verfügbarkeit gestiegen. Zwischen 1950 und 2000 pendelte der Verbrauch zwischen 30-35 kg Zucker. Eine relativ aktuelle Zahl eines Berichts der Bundesregierung aus 2016 beziffert den Zuckerverbrauch auf 31,3 kg Zucker pro Kopf für das Jahr 2014.

Negative Folgen für die Gesundheit

Wie bereits beschrieben, sind Übergewicht und Adipositas mit ihren Folgeerkrankungen ein großes Problem für die Gesundheit. Aktuell geht man davon aus, dass der hohe Zuckerkonsum mit dafür verantwortlich ist, dass Übergewicht und Fettleibigkeit so stark zugenommen haben. Sicher spielen da aber noch andere Faktoren herein wie eine gute und schnelle Verfügbarkeit von Lebensmitteln, der ungebrochene Trend zu Fertiggerichten und Fast Food und ein genereller Bewegungsmangel.

Andere Erkrankungen, die mit hohem Zuckerkonsum assoziiert sind, sind Diabetes mellitus (nicht umsonst als Zucker im Volksmund bekannt) und Karies.

Viele Gründe also, den Zuckerkonsum zu begrenzen. Doch wie viel Zucker am Tag sollte man zu sich nehmen?

Zuckerkonsum – Empfehlungen der Weltgesundheitsoganisation

Die WHO empfiehlt in ihren aktuellen Richtlinien zum Zuckerverzehr einen maximalen Verbrauch von 25 Gramm freiem Zucker pro Tag. Das gilt für Zucker, der Speisen und Getränken zugesetzt ist, oder in Zucker, Sirup und Fruchtsäften / Fruchtsaftkonzentraten enthalten ist (Quelle).

Wichtig zu wissen: Zucker in Obst und Gemüse zählt nicht zu dieser Menge dazu! Um unsere Low Carb Prinzipien nicht zu verletzen, solltest du es mit süßem Obst und kohlenhydratreichem Gemüse jedoch nicht übertreiben!

Glücklicherweise ist heutzutage auf allen industriell hergestellten Lebensmitteln eine Nährwerttabelle angegeben, sodass man als Verbraucher erkennen kann, wie viel Zucker in einem Lebensmittel steckt. So sind beispielsweise Joghurts meist stark mit Zucker angereichert, wie die Verbraucherzentrale in einem Marktcheck festgestellt hat. Aber auch Müslis beinhalten oft viel Zucker – Grund genug, genau zu vergleichen oder seine Cerealien selbst herzustellen.

Wenn man sein Essen selber kocht bzw. vorbereitet, kann man den Zucker im Rezept durch Zuckerersatzstoffe wie Stevia oder Xylit ersetzen. Wir verwenden in unseren Low Carb Rezepten meist Xylit*, ein Zuckeralkohol, den der Körper nicht verwerten kann.

Hinweis: In unseren Low Carb Rezepten verzichten wir selbstverständlich auf Industriezucker!

Schreibe einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

* Ich stimme zu