Was verbirgt sich hinter der Atkins Diät?

In diesem Artikel erfährst du alles über die Atkins Diät, eine Variante der Low Carb Ernährung. Welche Phasen es in dieser Ernährungsform gibt und wo die Unterschiede zur ketogenen Ernährung liegen, erfährst du hier!

Die Atkins Diät ist benannt nach dem Kardiologen Dr. Robert Atkins, der 1972 das Buch „Diät-Revolution“ herausbrachte. Darin beschrieb er einen Paradigmen-Wechsel in der Diät-Welt: Es sollte nicht auf Fett verzichtet werden, sondern auf Kohlenhydrate. Seine Devise lautete demnach: Erlaubt sind Fett und Protein, Kohlenhydrate sollten fast keine verzehrt werden. Diät ist eigentlich das falsche Wort, da damit meist eine kurzfristige Ernährungsumstellung gemeint ist. Tatsächlich soll mit Atkins jedoch nicht nur kurzfristig abgenommen werden, das Konzept sieht hingegen eine dauerhafte Ernährungsumstellung vor.

Die 4 Phasen der Atkins Diät

Atkins unterteilt seine Diät in 4 Phasen:

Phase 1 – Einleitungsphase

In Phase 1 wird für 14 Tage mit einer sehr strengen Carb-Restriktion begonnen, maximal 20 Gramm sollen davon täglich zu sich genommen werden. Die Carbs sollen aus Obst und Gemüse stammen, Brot z.B. soll gar nicht verzehrt werden. Gleichzeitig sollen 30% der Kalorien aus Protein kommen, z.B. aus Fleisch, Eiern oder Soja. In Phase 1 soll die Ketose eingeleitet werden, also die Verbrennung von Fett statt Kohlenhydraten.

Phase 2 – Reduktionsdiät

In den nachfolgenden Wochen darf die tägliche Carb-Zufuhr pro Woche um 5 Gramm erhöht werden: So sind in Woche 3 25 Gramm Carbs erlaubt, in Woche 4 30 Gramm Carbs. Die Carbs dürfen solange erhöht werden, wie der Körper noch abnimmt.

In dieser Phase dürfen mehr nährstoffreiche Kohlenhydrate wie Gemüse, Nüsse, Beeren, Samen und auch Bohnen und Hülsenfrüchte in die Ernährung eingebaut werden.

Obst mit wenig Kohlenhydraten

Phase 3 – Pre-Erhaltungsdiät

In dieser Phase dürfen die Carbs noch weiter erhöht werden, um je 10 Gramm täglich pro Woche. Ziel ist eine Stagnation des Körpergewichts, das meist zwischen 40 und 60 Gramm Carbs täglich erreicht werden soll. Diese Phase soll die dauerhafte Ernährungsumstellung einleiten.

Phase 4 – Erhaltungsdiät

Phase 4 erlaubt (fast) alle Lebensmittel wieder, nur auf stark Carb-lastige Lebensmittel wie Brot oder Kuchen sollte weiterhin verzichtet werden – Low Carb Brot z.B. ist natürlich erlaubt! Damit ist die dauerhafte Ernährungsumstellung erreicht und der Körper soll sein Gewicht dauerhaft halten.

Eine Low Carb Ernährung ist mit leckeren, abwechslungsreichen Gerichten überhaupt nicht schwer. Manchmal braucht man jedoch ein wenig Inspiration, damit es in der Küche nie langweilig wird…

Damit Low Carb bei euch abwechslungsreich bleibt, haben wir für euch diese zwei Bücher mit unseren Lieblings-Low-Carb-Rezepten herausgebracht! Über 100 tolle Low Carb Rezepte warten auf dich, ausprobiert zu werden!

Worauf wartest du noch?

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu der ketegonen Diät

Man könnte meinen, dass insbesondere die Phase 1 sehr ähnlich zu der ketogenen Diät („Keto“) ist – was sind also Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Gemeinsam ist die starke Reduktion von Carbs, besonders in Phase 1: Dadurch gerät dein Körper in Ketose und beginnt, Fett als Hauptbrennstoffquelle zu verbrennen. Darüber hinaus können beide Diäten zu einer Gewichtsabnahme führen, da auf schnell verwertbare, kalorienreiche Lebensmittel verzichtet wird.

Es gibt jedoch auch Unterschiede: Während die ketogene Diät einen gemäßigten Proteinansatz verfolgt, bei dem etwa 20% der Kalorien aus Protein stammen, lässt die Atkins-Diät je nach Phase bis zu 30% der Kalorien aus Protein zu. Außerdem soll bei der ketogenen Diät die Carb-Zufuhr konstant niedrig gehalten und so der Körper in Ketose gehalten werden – bei Atkins hingegen wird allmählich der Carb-Anteil wieder erhöht. Aufgrund dieser flexiblen Kohlenhydratbegrenzung erlaubt Atkins eine größere Vielfalt an Nahrungsmitteln, z. B. mehr Obst und Gemüse und sogar einige Getreidesorten.

Insgesamt ist Atkins ein weniger restriktiver Ansatz, da du keine Ketone überwachen oder dich an bestimmte Makronährstoffziele halten musst, um in der Ketose zu bleiben.

Beide Varianten sind aber letztlich unterschiedliche Formen einer Low Carb Ernährung, mit der man überflüssige Pfunde verlieren kann. Welche Tricks du noch anwenden kannst, um Fett abzubauen, erfährst du in diesem Artikel.

Fazit

Wie du erfahren hast, ist die Atkins Diät eigentlich eher als Kombination aus kurzfristiger Diät und lebenslanger Ernährungsumstellung zu verstehen. Atkins ist auch kein Freibrief, sich vollzustopfen: Man sollte trotzdem noch auf angemessene Nahrungszufuhr achten. Wer von der restriktiven Carb-Reduktion und der genauen Einteilung in die Diät-Phasen nicht abgeschreckt wird, kann mit der passenden Low Carb Küche mit dem Atkins-Schema sicher einen guten Abnehmerfolg erzielen.

Schreibe einen Kommentar

Kennst du schon unsere Low Carb Ebooks?