Allulose – Wie gesund ist die Alternative zu Zucker?

In diesem Artikel erfährst du alles über Allulose! Was ist dran an dem Hype um diesen Zuckerersatz? Wie wirkt es auf den Körper und gibt es Risiken?

Was ist Allulose?

Allulose, das auch als Psicose bezeichnet wird, gehört zu den unverdaulichen Kohlenhydraten. Der exakte chemische Name des Süßstoffs ist D-Ribo-2-Hexulose oder auch D-Allulose dessen Strukturformel ähnlich der Fruktose ist. Die Substanz ist ein natürliches Produkt, kommt in der Natur allerdings nur in kleinen Mengen vor, so z.B. in getrockneten Früchten oder braunem Zucker.

Vorteil von Allulose ist, dass es wie Haushaltzucker (Saccharose) schmeckt und auch genauso verarbeiten lässt. Es hat jedoch deutlich weniger Kalorien und kann vom Körper nicht verstoffwechselt werden.

Erst in den vergangenen Jahren ist es gelungen, Allulose mittels entsprechender Verfahren in großen Mengen und zu geringen Kosten herzustellen. Ausgangsstoff für die Herstellung von Allulose ist die Zuckerrübe.

Ärzte und die WHO sind sich einig, dass Zucker ein Hauptverursacher von Fettleibigkeit ist und nur in kleinen Mengen aufgenommen werden sollte. Adipositas wird mit Stoffwechselstörungen wie Diabetes, hohem Cholesterinspiegel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Das Ersetzen von kalorienreichem Zucker durch eine kalorienarme Alternative, wie z. B. Allulose, kann helfen, die Fettleibigkeit zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Es ist sehr sinnvoll, seinen Zuckerkonsum in Grenzen zu halten. Nicht ohne Grund verzichten wir in der Low Carb Ernährung so gut es geht auf Zucker – dein Körper wird es dir danken!

Der Stoffwechsel von Allulose

Allulose kann als kalorienfreier Zuckerersatz dienen, denn der Körper kann Allulose nicht verstoffwechseln. Damit hat der Zucker nach aktueller Kenntnis auch keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel oder die Insulinausschüttung. Dies ist für eine Low Carb- oder Keto-Ernährung sehr relevant, denn hier soll ja der Insulinspiegel nicht zu sehr ausschlagen.

Der Körper nimmt nur einen kleinen Teil auf, 80% werden unverändert wieder ausgeschieden. Ein großer Unterschied also zu Zucker, den der Körper schnell resorbiert und bei größerer Aufnahme in die Fettzellen einlagert…

Die Süßkraft von Allulose liegt bei ca. 70% der von konventionellem Zucker, ist also mit z.B. Erythrit vergleichbar. Das bedeutet, dass man beim Einsatz dieses Zuckerersatzes etwas mehr nehmen müsste als konventionellen Zucker, wenn man die gleiche Süße erreichen will. Allulose hat mit 0,4 Kalorien pro Gramm quasi keine Kalorien und ist damit eine sehr interessante Alternative, wenn man seinen Zuckerkonsum reduzieren will. Zucker hat übrigens mit 4 Kalorien pro Gramm den 10-fachen Energiegehalt von Allulose!

Eine Low Carb Ernährung ist mit leckeren, abwechslungsreichen Gerichten überhaupt nicht schwer. Manchmal braucht man jedoch ein wenig Inspiration, damit es in der Küche nie langweilig wird…

Damit Low Carb bei euch abwechslungsreich bleibt, haben wir für euch diese zwei Bücher mit unseren Lieblings-Low-Carb-Rezepten herausgebracht! Über 100 tolle Low Carb Rezepte warten auf dich, ausprobiert zu werden!

Worauf wartest du noch?

Mit Allulose abnehmen

Es gibt erste Studien, die zeigen, dass Allulose als Ersatz von Haushaltszucker zum Abnehmen geeignet sein kann. So sagt diese Studie:

Body fat percentage and body fat mass were significantly decreased following D-allulose supplementation. The high D-allulose group revealed a significant decrease in not only body mass index (BMI), but also total abdominal and subcutaneous fat areas measured by CT scans compared to the placebo group.

Link zur Studie

Durch Allulose wurden also der BMI, als auch der Fettanteil im Körper signifikant reduziert. Die Studie zeigte aber auch, dass die Einnahme von Allulose keinen Einfluss auf die Blutfette (z.B. Triglyeride oder Cholesterin) bzw. Diabetes-Marker (wie HbA1C) hatte.

Hat Allulose Risiken?

Wie bereits gesagt, ist Allulose aktuell in der Prüfung zur EU-Zulassung. Dabei wird natürlich auch untersucht, ob Allulose Risiken für den Körper hat.Es gibt Hinweise darauf, dass der Erreger Klebsiella Pneumoniae vermehrt Allulose verstoffwechseln kann und daduch Infektionen mit diesem Bakterium gefördert werden. Dieser Erreger ist überall in Wasser und Boden zu finden und kann z.B. in den Atemwegen gefunden werden, ohne dass dies zu Symptomen führt. In Krankenhäusern gehören Klebsiellen jedoch zu den fünf häufigsten Keimen im Krankenhaus erworbener Infektionen. Der Verzehr von Allulose könnte also evtl. in Krankenhäusern problematisch sein. Die Langzeitsicherheit von Allulose wird derzeit also noch untersucht.

Wo kann man Allulose kaufen?

Allulose gibt es bereits seit über 10 Jahren in manchen asiatischen Staaten zu kaufen, so z.B. in Korea oder Japan. Auch in den USA ist der Zuckerersatz bereits 2016 zugelassen worden.

Wie sieht es in Deutschland aus? Hier laufen derzeit mehrere Anträge, Allulose in der EU zuzulassen.

Der Preis von Allulose liegt relativ hoch, wenn man bei Anbietern in den USA oder im asiatischen Raum sucht – so zahlt man ca. 20€ für 1000 Gramm. Damit ist es ca. doppelt so teuer wie Erythrit*. Bei deutschen Anbietern gibt es Allulose wegen der fehlenden Zulassung noch nicht zu kaufen.

Gibt es Alternativen zu Allulose?

Natürlich gibt es einige Alternativen zu Allulose, die bereits heute zugelassen sind und eine gute Alternative zu Zucker sind. Wir nutzen in unseren Rezepten z.B. häufig Erythrit oder Xylit, aber auch Stevia kann eine gute Alternative in der Low Carb Küche sein.

Am Liebsten nutzen wir Erythrit wie Xucker Light*, da es kalorienfrei ist und bestens zum Backen oder Süßen von Speisen verwendet werden kann.

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Fazit:

Es ist bekannt, dass Zucker zu Übergewicht und Fettleibigkeit beitragen kann. Eins unserer Low Carb Prinzipien ist der Verzicht (oder zumindest die starke Reduktion) von konventionellem Haushaltszucker. Allulose kann eine vielversprechende Alternative zu Zucker sein, dafür muss es aber noch weiter erforscht werden, insbesondere die Risiken müssen noch eingehender untersucht werden. Da es heute bereits tolle Alternativen zu Zucker wie Xylit, Erythrit oder Stevia im Handel gibt, können wir uns also entspannt zurücklehnen und so lange mit gutem Gewissen diese Zuckerersatzstoffe nutzen.

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